Der Begriff Nekropole (auch Nekropolis nach altgriechisch νεκρόπολις nekrópolis, deutsch ‚Totenstadt‘ aus altgriechisch νεκρός nekrós, deutsch ‚Toter‘ und πόλις pólis, deutsch ‚Stadt‘) bezeichnet in der Archäologie zumeist jeden größeren abseits einer antiken bzw. prähistorischen Stadt oder Siedlung[1] gelegenen Bestattungsplatz.[2]
Zu Siedlungen oder Städten zugehörige ur- und frühgeschichtliche Gräberfelder und Friedhöfe des Altertums werden demnach von den Archäologen als Nekropolen bezeichnet;[3] - selbst wenn oberirdisch nichts auf deren Gräber hinweist bzw. Grabmäler, die oberirdisch die Gräber markieren, fehlen.[4]
In griechischen, römischen, phönizischen und jüdischen Orten war die Lage der Bestattungsbereiche abseits der Wohnsiedlungen aus religiösen Gründen vorgeschrieben.
Es werden zudem häufig baulich gestaltete größere Begräbnis- und Weihestätte des Altertums und der Ur- und Frühgeschichte als Nekropolen angesehen.
Fehlt allerdings das Bauliche im Befund, wird der Fundort mit Gräbern wohl trotz seiner Siedlungszugehörigkeit von einigen Archäologen unspezifisch als Gräberfeld bezeichnet.