Scheduled Castes (englisch für „gelistete Kasten“), abgekürzt SC, bezeichnet in Indien eine Gruppe von sozial benachteiligten Gruppen, meist unteren Hindu-Kasten, bzw. Dalits, denen nach der indischen Verfassung Sonderrechte zukommen (vgl. positive Diskriminierung). Die insgesamt 1.108 Scheduled Castes werden im ersten Anhang (schedule) zur indischen Verfassung aufgelistet.[1] Nach der Volkszählung 2011 lebten in Indien 201 Millionen Angehörige von Scheduled Castes. Dies entsprach einem Bevölkerungsanteil von 16,6 Prozent.[2] Vergleichbare Sonderrechte besitzen auch die Angehörigen der indigenen Stammesbevölkerung als Scheduled Tribes (ST) und die Angehörigen der „sonstigen zurückgebliebenen Klassen“ (Other Backward Classes, OBC).
Nach der indischen Verfassung (Artikel 341(1)) können nur Angehörige der Religionen der Hindus, Sikhs und Buddhisten als Scheduled Castes klassifiziert werden.[3] Nach der Volkszählung von 2001 war der Bundesstaat mit dem höchsten Anteil an Scheduled Castes der Punjab (28,9 %) und der Bundesstaat mit dem niedrigsten Anteil Mizoram (0,03 %). Der Distrikt mit dem höchsten Anteil an SC war Koch Bihar (50,1 %) und der Distrikt mit dem niedrigsten Anteil war Lawngtlai (0,01 %).[4]