Größte Ausdehnung Baekjes um 375 n. Chr. | |
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Koreanisches Alphabet: | 백제 |
Hanja: | 百濟 |
Revidierte Romanisierung: | Baekje |
McCune-Reischauer: | Paekche |
Geschichte Koreas bis 10. Jahrhundert |
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Prähistorisches Korea |
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Antike |
Proto-Drei-Reiche |
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Zeit der Drei Reiche |
Nord- und Südstaaten |
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Spätere Drei Reiche |
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Baekje (백제, 百濟) war ein Königreich im Südwesten der koreanischen Halbinsel, das einer Legende nach 18 v. Chr. gegründet wurde, nachweislich spätestens ab 234 n. Chr. unter König Goi (고이) (234–286) als Königreich existierte und 660 n. Chr. durch das Königreich Silla (신라), in einer Allianz mit der chinesischen Tang-Dynastie, zerstört wurde.
Das Königreich Baekje beherrschte, zusammen mit dem im 4. Jahrhundert n. Chr. im Osten gegründeten Königreich Silla und Goguryeo (고구려), das bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. im Norden entstanden war, über sechs Jahrhunderte lang die koreanische Halbinsel.[1] Die Zeit, in denen die drei Reiche bestanden, wird geschichtlich auch als die Zeit der drei Königreiche (Samguk-sidae (삼국시대)) bezeichnet, wobei eine zeitliche Einordnung des Beginns eher fiktiv ist, da die Königreiche zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind.[1] Auf dem Höhepunkt seiner Macht kontrollierte das Königreich Baekje im 4. und 5. Jahrhundert einen Großteil der westlichen koreanischen Halbinsel und reichte im Norden bis in die Region um Pjöngjang (평양) hinauf.[2]